Padel für Anfänger: der komplette Einstieg

Padel macht dir den Einstieg leicht: kurzer Schläger, viele Ballwechsel und Wände, die den Punkt oft noch retten. Für deine erste Runde reichen Schläger, passende Schuhe und drei Bälle – den Rest lernst du auf dem Court.
So läuft ein Spiel ab
Padel wird fast ausschließlich im Doppel gespielt, auf einem 20 mal 10 Meter großen Platz mit Glas- und Gitterwänden. Gezählt wird wie im Tennis: 15, 30, 40, Satz bis sechs Gewinnspiele.
Der entscheidende Unterschied: Der Ball darf nach dem ersten Bodenkontakt die Wände berühren und bleibt trotzdem im Spiel. Deshalb dauern Ballwechsel länger, und Reaktion zählt mehr als Kraft.
- Aufschlag von unten, diagonal, nach einem Bodenaufprall
- Zwei Aufschlagversuche wie im Tennis
- Ball darf eigene Wände nach dem Boden treffen, nicht direkt
- Nach dem zweiten Bodenkontakt ist der Punkt vorbei
Was du wirklich brauchst
Für den Start reicht ein runder Schläger mit weichem Kern zwischen 60 und 130 Euro. Wichtiger als die Marke sind Hallenschuhe mit Fischgrätsohle: Padel besteht aus kurzen Seitwärtsbewegungen, in Laufschuhen knickt der Fuß weg.
Bälle sind Verbrauchsmaterial. Ein Dreierrohr hält je nach Intensität zwei bis vier Einheiten, danach fehlt der Druck.
- Schläger: rund, weicher Kern, 355–370 g
- Schuhe: Hallensohle oder Fischgrätprofil
- Bälle: Dreierrohr, druckgefüllt
- Overgrip: ein bis zwei pro Monat
Die erste Stunde: Position statt Kraft
Anfänger stehen zu weit vorn und zu dicht an der Wand. Die Grundposition ist ein bis zwei Meter hinter der Aufschlaglinie, seitlich versetzt zum Partner, beide Spieler auf gleicher Höhe.
Wer den Ball von der Wand zurückkommen lässt, statt ihn abzufangen, gewinnt sofort mehr Ballwechsel. Ein Schritt zurück, Schläger tief, Ball nach dem Abprall flach zurückspielen.
Fünf typische Anfängerfehler
Fast alle davon kosten mehr Punkte als fehlende Kraft oder ein günstiger Schläger.
- Zu weit ausgeholt: der Platz ist kurz, kompakte Schwünge treffen sicherer
- Zu harte Schläge: Tempo kommt im Padel über Platzierung, nicht über Kraft
- Zu nah an der Wand: der Ball braucht Raum zum Abprallen
- Partner allein gelassen: beide Spieler bewegen sich als Linie vor und zurück
- Zu schwerer, zu kopflastiger Schläger: belastet Arm und Timing
Kosten und erste Schritte
Eine Platzstunde kostet in Deutschland meist 24 bis 40 Euro, geteilt durch vier Spieler. Viele Anlagen bieten Schnupperkurse mit Leihschläger, das ist der günstigste Weg, bevor du selbst kaufst.
Wenn du nach drei bis vier Einheiten weißt, dass du dabei bleibst, lohnt der eigene Schläger – dann passt er auch zu deinem Griff und deinem Spielstil.
Häufige Fragen
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