Griffband und Griffstärke: der unterschätzte Faktor

Der Griff ist dein direkter Kontakt zum Schläger – und wird trotzdem oft vergessen. Mit ein oder zwei Overgrips findest du in wenigen Minuten die Dicke, bei der deine Hand locker bleibt.
Basisgriff und Overgrip
Ab Werk ist der Griff bewusst schmal gehalten, damit jeder Spieler ihn aufbauen kann. Ein Overgrip fügt etwa einen bis zwei Millimeter Durchmesser hinzu, ein zweiter entsprechend mehr.
Zwei Overgrips sind der häufigste Fall bei Männern, ein Overgrip bei Spielerinnen und kleineren Händen. Mehr als drei Lagen macht den Griff rund und nimmt dir das Gefühl für die Schlagfläche.
So prüfst du die richtige Dicke
Umfasse den Griff im Kontinentalgriff. Zwischen Fingerspitzen und Handballen sollte ungefähr die Breite deines Zeigefingers Platz haben. Berühren die Finger den Handballen deutlich, ist der Griff zu dünn.
- Zu dünn: Schläger dreht bei Fehltreffern weg, Hand verkrampft
- Zu dick: Handgelenk bleibt starr, Ellenbogen bekommt mehr Last
- Passend: entspanntes Halten ohne Klammern, Schläger dreht nicht
Trocken oder klebrig?
Klebrige Overgrips geben viel Halt und eignen sich für kühle Hallen. Perforierte, trockene Griffbänder nehmen Schweiß auf und sind bei Hitze und feuchten Händen die bessere Wahl.
Wer stark schwitzt, kombiniert einen trockenen Overgrip mit einem Schweißband am Unterarm – das hält den Griff länger nutzbar als jedes Material.
Griffdicke und Armprobleme
Ein zu dünner Griff ist eine häufige, aber unbekannte Ursache von Ellenbogenbeschwerden: Weil der Rahmen bei Fehltreffern verdreht, hältst du unbewusst fester und die Sehnenansätze werden stärker belastet.
Wer Beschwerden hat, baut den Griff um eine Lage auf und prüft parallel Kernmaterial und Balance des Rahmens.
Häufige Fragen
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